Beste Gewichtsweste

Eine Gewichtsweste ist die vermutlich eleganteste Lösung zur Erhöhung des Trainingsgewichtes bei Klimmzügen oder Dips. In diesem Artikel beantworten wir typische Fragen und stellen die besten Modelle vor.

Übersicht

Für wen eignet sich eine Gewichtsweste?
Was bringt eine Gewichtsweste?
Übungen mit Gewichtsweste
Sind Gewichtswesten gesundheitsschädlich?
Hierauf sollte beim Kauf geachtet werden
Beste Gewichtsweste
Alternativen zur Gewichtsweste

Für wen eignet sich eine Gewichtsweste?

Eine Gewichtsweste wird genutzt, um das eigene Körpergewicht zu erhöhen. Die klassischen Anwendungsfälle sind das Ausführen von Klimmzügen oder Dips. Diese Übungen werden durch das Tragen einer Trainingsweste erschwert, da neben dem eigenen Körpergewicht auch das zusätzliche Gewicht der Weste gehoben werden muss. Vor der ersten Anwendung sollte jedoch sichergestellt sein, dass mindestens 10 Dip bzw. Klimmzüge ohne Gegengewicht ausgeführt werden können. Für Anfänger bzw. Neueinsteiger eignet sich die Weste daher hier nicht.

Auch wenn Anfänger die Gewichtsweste noch nicht bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht (z.B. Klimmzüge oder Dips) nutzen sollten, so kann sie dennoch für andere Zwecke hilfreich sein. Trägt man die Weste z.B. während des Trainings im Fitnessstudio, wird durch das zusätzliche Gewicht die Fettverbrennung gefördert. Auch das Tragen beim Spaziergehen, Wandern oder im Haushalt hilft Anfängern die notwendige Muskulatur schneller aufzubauen. Als Faustregel gilt daher, dass Anfänger die Weste nur bei alltäglichen Bewegungen nutzen sollten. Wird mit dem eigenen Körpergewicht trainiert, sollte gewartet werden bis sich der Trainingszustand verbessert hat.

Für Fortgeschrittene und Profis gibt es neben dem Einsatz bei Dips und Klimmzügen noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen. So kann die Gewichtsweste neben dem Tragen im Alltag auch beim Joggen als Laufweste genutzt werden. Denn auch hier wird durch das Gegengewicht die Fettverbrennung stark erhöht und der Trainingseffekt verstärkt.

Zusammengefasst sollten Anfänger die Gewichtsweste nur bei alltäglichen Bewegungen im Haushalt oder beim Spaziergehen nutzen. Fortgeschrittene und Profis können dagegen praktisch jedes Training durch das Tragen anreichern.

Was bringt eine Gewichtsweste?

Eine Gewichtsweste erhöht bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht das zu hebende Gewicht. Typische Anwendungsfälle sind Klimmzüge und Dips. Sobald 10 Wiederholungen ohne Gegengewicht möglich sind, erreicht man mit einer Gewichtsweste einen höheren Intensitätsgrad als wenn man sehr viele Wiederholungen ohne Gegengewicht macht. In Summe erhöht man also die Effektivität des Trainings. Als Nebeneffekt ist darüber hinaus die Zeitersparnis zu nennen. Denn 10 Klimmzüge mit Gegengewicht sind nicht nur effektiver als 20 Klimmzüge ohne Gegengewicht, sie sind auch schneller absolviert.

Wird die Gewichtsweste als Laufweste beim Ausdauer Training genutzt, so wird die Fettverbrennung stark erhöht. Außerdem erreicht man durch das höhere Gewicht auch hier einen erhöhten Trainingseffekt. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Weste beim Joggen etc. nicht regelmäßig getragen werden sollte, um Knie und Rücken nicht zu stark zu belasten. Am besten baut man die Laufweste immer mal wieder in das Training ein (z.B. alle 2 Wochen für eine Trainingseinheit).

Übungen mit Gewichtsweste

Folgende Übungen können u.a. mit der Gewichtsweste ausgeführt werden:

  • Klimmzüge
  • Dips
  • Liegestütze
  • Ausfallschritte
  • Burpees
  • Handstand Push-Ups
  • Ausdauer Training (Joggen oder Wandern)
  • Bewegungen im Alltag (Wäsche waschen, Spazieren gehen etc.)

Wichtig ist jedoch, dass eine gewisse Grundfitness vorhanden ist und die Übungen ohne Gegengewicht mindestens 10 mal wiederholt werden können. Siehe hierzu auch den nächsten Abschnitt. Für fortgeschrittene Kraftsportler kann neben dem Erwerb einer Gewichtsweste auch eine stabile Klimmzugstange für zu Hause eine sinnvolle Investition darstellen. Einen ausführlichen Überblick über die besten Modelle geben wir in den Artikeln zur Wand Klimmzugstange und Klimmzugstange an der Decke.

Sind Gewichtswesten gesundheitsschädlich?

Richtig eingesetzt ist die Gewichtsweste nicht gesundheitsschädlich. Im Gegenteil: richtig eingesetzt ist sie durch den erhöhten Trainingseffekt sogar gesundheitsfördernd. Die Betonung liegt hier allerdings auf „richtig eingesetzt“. Bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht (z.B. Klimmzüge) sollte eine Vertrautheit mit der jeweiligen Übung vorhanden sein. Als Grundregel gilt weiterhin, dass mindestens 10 Wiederholungen ohne Gegengewicht absolviert werden können. Außerdem sollte bei der ersten Anwendung ein geringes Gegengewicht (5- 10 kg) gewählt werden und dann langsam gesteigert werden. Hält man sich an diese einfachen Regeln, profitiert der Körper langfristig von dem Einsatz der Gewichtsweste.

Noch stärker gelten die obigen Regeln beim Einsatz im Ausdauertraining. Beim Joggen sollte die Trainingsweste nur von erfahrenen Ausdauersportlern eingesetzt werden. Und auch hier sollte zunächst mit wenig Gegengewicht gestartet werden. Im Gegensatz zum Krafttraining reichen hier schon 1-2 kg für den Anfang aus. Darüber hinaus sollte beim Ausdauertraining nur ab und an mit Gegengewicht trainiert werden, quasi als Alternative zum Intervalltraining.

Zusammengefasst sollte folgendes gewährleistet sein, um von der Gewichtsweste im Training gesundheitlich profitierten zu können:

  • Vertrautheit mit der Übung
  • Beim Krafttraining sollten mindestens 10 Wiederholungen ohne Gegengewicht möglich sein
  • Im Krafttraining sollte mit 5-10 kg Gegengewicht, beim Ausdauertraining mit 1-2 kg Gegengewicht gestartet werden
  • In das Ausdauertraining nur ab und zu (z.B. alle 2 Wochen) einbauen

Sind diese Bedingungen erfüllt, ist die Gewichtsweste nicht gesundheitsschändlich, sondern langfristig gesundheitsförderlich.

Hierauf sollte beim Kauf geachtet werden

1) Material und Verarbeitung

Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Varianten bzgl. Material und Verarbeitung. Es wird unterschieden zwischen Westen aus Neopren, Nylon, Polyster und Flex Geld Schaumstoff. Es gibt Klett oder Klickverschlüsse und verschiedene Arten der Polsterung. Während es beim Material eher auf die persönliche Präferenz ankommt, so empfehlen wir Gewichtswesten mit Klettverschluss und hinreichend Polsterung in den Schultern. Letzteres ist wichtig, da auf die Schulter das meiste Gewicht drückt. In diesem Punkt fallen Low-Budget meistens durchs Raster, da die Polsterung hier meist minderwertig ist. Generell gilt beim Kauf einer Gewichtsweste die generelle Devise „wer billig kauft, kauft zweimal“. Denn eine minderwertige Verarbeitung wird zwangsläufig zu einer schlechten Passform und einer verminderten Trainingsqualität führen.

2) Gewicht

Die wichtigste Wahl beim Kauf einer Gewichtsweste ist die richtige Gewichtsklasse. Die üblichsten Gewichtskategorien sind die Folgenden:

  • 5 bis 10 kg
  • 15 bis 20 kg
  • 20 bis 30 kg

Darüber hinaus wird zwischen Westen mit festen und variablem Gewicht unterschieden. Letztere besitzen kleine Taschen, welche (je nach Bedarf) mit kleinen Gewichten gefüllt werden können. Hiermit kann das gewählte „Grundgewicht“ genau auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Gewichtswesten mit variablem Gewicht sind daher auf jeden Fall die bessere Wahl.

Bei der Auswahl der richtigen Gewichtskategorie sollte man sich nicht von seinem Ego überlisten lassen, sondern das Ganze realistisch betrachten. Beim Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht verringert sich der Anzahl der Wiederholungen um ca. 3-4 Stück je 10 kg Zusatzgewicht. Es sollte daher sichergestellt sein, dass mindestens 5-6 Wiederholungen auch nach Anlegen einer Gewichtsweste möglich sind.

Beim Ausdauertraining sollte man generell deutlich weniger Gegengewicht nutzen als im Krafttraining. Hier fühlen sich 10 kg Gegengewicht häufig wie das Doppelte an. Daher reichen z.B. beim Joggen schon 1-2 kg Gegengewicht für den Anfang völlig aus.

 

Beste Gewichtswesten

Wie oben bereit beschrieben, sollte eine gute Gewichtsweste ordentlich gepolstert und mit variablen Gewicht ausgestattet sein. Im Folgenden präsentieren wir zwei Modelle mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Es handelt sich um Produkte der Marken BodyRip und Capital Sports. Beide Westen haben eine Topqualität und konnten uns bisher viel Freude bereiten. Was das Preis-Leistungs Verhältnis angeht, so liegt die BodyRip Gewichtsweste ganz klar vorne. Das Capital Sports Model ist etwas teurer, wird dafür mit Metall statt Sand-Gewichten geliefert.

BodyRip Gewichtsweste:

Beschreibung

  • Gewichtskategorie zwischen 5 kg und 30 kg wählbar
  • Variables Gewicht durch herausnehmbare Sand-Gewichte in den Taschen
  • Vollständig gepolstert
  • Verstellbarer Klett-Verschluss
  • Schweißabweisend
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Die BodyRip Gewichtsweste gehört zu den absoluten Beststellern unter den Gewichtswesten. Die Sand-Gewichte sind gleichmäßig in kleinen Taschen verstaut und können herausnehmen. Hierdurch ist das Gewicht variierbar. Das maximale Gegengewicht liegt zwischen 5kg und 30kg, je nachdem welche Variante man kauft. Die Weite der Weste kann über Klettverschlüsse verringert und vergrößert werden. Darüber hinaus ist sie vollständig gepolstert und schweißabweisend.

Bei Amazon gibt es derzeit etwas über 50 Bewertungen von denen fast 80% die maximal mögliche Bestnote von 5 Sternen vergeben. Die meisten Käufer loben den hohen Komfort der Weste und die hochwertige Verarbeitung. Auch in unserem Freundeskreis wurden mit der BodyRip Gewichtsweste ausschließlich gute Erfahrungen gemacht (sowohl im Krafttraining als auch beim Joggen). Wir können einen Kauf daher uneingeschränkt empfehlen.

 

Capital Sports Gewichtsweste:

Beschreibung

  • Variables Gewicht durch herausnehmbare Metallgewichte (je 920 Gramm)
  • Vollständig gepolstert
  • Verstellbarer Klett-Verschluss
  • Schweißabweisend
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Neben der BodyRip Weste gehört die Gewichtsweste von CapitalSports zu den absoluten Verkaufsschlagern. An der Vorder- und Rückseite befinden sich außenliegende Gewichtstaschen, die mit jeweils zwanzig separat herausnehmbaren Metallgewichten (á 920 g) gleichmäßig befüllt sind. Dadurch ist auch bei der CapitalSports Weste das Gewicht variierbar. Als Maximalgewicht kann entweder 20kg oder 30kg gewählt werden. Ein verstellbarer Nylongurt mit Klettverschluss ermöglicht eine Anpassung der Weite auf die eigenen Bedürfnisse. Natürlich ist auch die CapitalSports Weste vollständig gepolstert und schweißsabweisend.

Bei Amazon gibt es derzeit nur etwas über 10 Bewertungen, welche aber ausschließlich positiv ausfallen. Über 80% der Käufer vergeben die Bestnote von 5 Sternen. Besonders der gute Tragekomfort und die hohe Bewegungsfreiheit werden hervorgehoben. Die CapitalSports Gewichtsweste ist damit eine echte Alternative zur Weste von BodyRip.

 

Alternativen zur Gewichtsweste

Selbstverständlich ist eine Gewichtsweste nicht die einzige Möglichkeit das Trainingsgewicht zu erhöhen. Für den Einsatz bei Dips und Klimmzügen bieten sich ebenso ein Dip-Gürtel, eine Trainingskette oder der Einsatz von Hanteln an. Allerdings sehen wir die letzten beiden Varianten eher als Notfall Lösung an. Insbesondere das Einklemmen von Hanteln zwischen den Füßen birgt erhebliches Verletzungsrisiko und sollte daher, wenn möglich, vermieden werden.

Ein Dip-Gürtel ist dagegen eine echte Alternative zur Gewichtsweste wenn es um das Trainieren von Dips und Klimmzügen geht. Die Vorteile eines solchen Gürtels sind insbesondere, dass man im Bezug auf das Höchstgewicht deutlich mehr Spielraum hat. In der Regel kann bei einem hochwertigen Gürtel mit Gegengewichten bis 100 kg gearbeitet werden. Bei einer Gewichtsweste liegt die Höchstgrenze bei ca. 40 kg. Dies reicht für Anfänger und Fortgeschrittene natürlich locker aus, Profis werden hiermit jedoch irgendwann an ihre Grenzen stoßen.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass ein Gürtel mit Gegengewichten ausschließlich im Krafttraining eingesetzt werden kann. Die vielfältigen Anwendungsbereiche einer Gewichtsweste außerhalb des Krafttrainings (z.B. beim Joggen oder Wandern) bieten sich hiermit nicht. Eine Gewichtsweste ist darüber hinaus deutlich eleganter und angenehmer zu tragen. Als einziges Manko ist der etwa höhere Preis einer Gewichtsweste zu nennen.